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Wie
definiert man Business-Querdenken? Diese Frage wurde uns
kürzlich in einem Interview gestellt. Nennen wir es
Definition, tiefe persönliche Überzeugung oder Leitsatz, egal
welches Etikett wir dranhängen, unsere Antwort bleibt immer
dieselbe:
Business-Querdenken heißt veränderungsbereit zu sein, heißt
auf dem Höhepunkt des Erfolgs schon etwas Neues wagen, das
Neue auch wollen, obwohl nicht sicher ist, dass es denselben
Erfolg haben wird wie das Alte.
In detektivischer Kleinarbeit spüren wir weltweit Beispiele
von Menschen und Organisationen auf, die diesen Leitsatz
leben. Mit Mut, Leidenschaft und aller Konsequenz.
Auch die aktuellen Beispiele in diesem Beratungsletter zeigen
es deutlich: Neue Wege zu gehen und neue Werte für Kunden zu
schaffen, ist keine Hexerei, sondern erfordert vor allem den
Mut, Altes zu hinterfragen, Grenzen zu überwinden und Neues
auszuprobieren. Natürlich immer mit dem Risiko auf die –
pardon - Schnauze zu fallen. Oder um es philosophischer, in
den Worten Bertrand Russels, auszudrücken: "Das größte Risiko
auf Erden laufen Menschen, die nie das kleinste Risiko
eingehen wollen".
Herzliche Grüße
Anja Förster
& Peter Kreuz


Unternehmen wie Apple, Sony, BMW, etc. haben längst erkannt,
dass Design ein fundamentales Wertversprechen ist und nicht
der letzte Arbeitsschritt, der sich auf das Verschönern von
Produkten beschränkt. Deshalb ist es höchste Zeit, darüber
nachzudenken, wie wir Design als Differenzierungs- und
Erfolgsfaktor nutzen können (mehr).
Querdenk-Praxis: Muji Japan
Hat man einmal die Londoner Filiale des japanischen Händlers
Muji betreten, ist es bereits zu spät. Man will einfach alles
anfassen und kaufen: von Schreibwaren über Möbel bis hin zu
Socken und Körperpflegeprodukten.

Alle Artikel zeichnen sich durch edles, minimalistisches und
zeitloses Design aus. Ungewöhnlich daran ist, dass der Kunde
nicht weiß, wer die Produkte gestaltet hat - das Muji-Team in
Tokio oder einer der zeitweilig engagierten Design-Stars.
Nicht einmal auf der diesjährigen Cebit in Hannover, als fünf
Muji-Produkte mit Goldmedaillen ausgezeichnet wurden, nannte
man die Designer. Auch sucht man vergeblich nach einem Logo
auf den Muji-Verpackungen. So ist es auch nur konsequent, dass
Muji soviel bedeutet wie "Gute Produkte ohne Namen".

Muji CD-Player
Mit seiner klaren Formensprache hat Muji in Japan längst
Kultstatus erreicht. Das Produktdesign ist elegant und
minimalistisch, aber dennoch erschwinglich. Und das Schönste
daran: Die Produkte sind keine Museumsstücke, sondern für den
Alltagsgebrauch gemacht. Im Winter kommt Muji auch nach
Deutschland: München und Düsseldorf machen den Anfang, es
folgen Filialen in weiteren Städten.
Querdenk-Chance
Muji hat Design zum
entscheidenden Wettbewerbsvorteil ausgebaut. Und der Erfolg
von Muji zeigt auch: Um sich auf einem hart umkämpften Markt
zu behaupten, darf Design nicht nur dekorativ wirken, es muss
das herausragende Produktmerkmal sein. Muji verfolgt einen
sehr konsequenten Weg, indem es Design zur "Alleinstrategie"
macht.
Leider begreifen das immer noch viel zu wenige Unternehmen.
Doch immerhin haben wir mit unserer Einschätzung der Bedeutung
des Faktors Design den Marketingpapst Philipp Kotler auf
unserer Seite: "Ich wünschte, es flösse mehr Geld und Zeit in
die Gestaltung außergewöhnlicher Produkte anstatt in die
psychologische Beeinflussung der Wahrnehmung der Käufer
mittels aufwendiger Werbung." Also: Aufwachen & handeln!
Quellen
und weiterführende Informationen
>Homepage Muji Japan
>Homepage Muji Großbritannien
>Mehr Beispiele zu "Design
Matters"
>Weitere Beispiele und
Querdenkansätze in "Different Thinking"

Wir sollten uns nicht mit dem Status Quo zufrieden geben.
Niemals! Und das gilt auch für die Frage: Wer sind eigentlich
unsere Kunden? Richten Sie dabei den Blick über die
existierenden Nachfrage hinaus. Eine riesige neue Zielgruppe
wartet darauf, von Ihnen erschlossen zu werden: Kunden, die
bisher gar nicht die Produkte oder Dienstleistungen Ihrer
Branche gekauft haben! (mehr)
Querdenk-Praxis:
Per Scholas - New York

Nur ein Drittel der über 7 Millionen Kinder aus
einkommensschwachen amerikanischen Familien haben Zugang zu
einem Computer. Andererseits werden in den nächsten 5 Jahren
etwa 250 Millionen veraltete Computer von Firmen entsorgt
werden.
Diesen Umstand und die Überzeugung, dass neben
Arbeitslosigkeit und ungleicher Einkommensverteilung Bildungs-
und Informationsmangel Hauptursachen von relativer Armut sind,
führt uns zu erfolgreichen und sozial engagierten Querdenkern
und direkt in eine riesige Lagerhalle in der New Yorker Bronx.
Bis unters Dach gefüllt mit gebrauchten Computern, Monitoren
und Tastaturen.
Sie stapeln sich dort, weil die Organisation "Per Scholas" mit
einer ungewöhnlichen Bitte an amerikanische Großunternehmen
herantritt: Man bittet um die Überlassung ausrangierter
Computer, um sie wieder in Gang zu setzten und für wenig Geld
an bedürftige Familien weiterzuverkaufen.
Und
wenig Geld heißt konkret 245 Dollar. Dafür gibt es einen
überarbeiteten Pentium II Computer mit Garantie, komplett
ausgestattet mit Monitor, CD-Rom Laufwerk, Modem,
Internetzugang, Keyboard, Maus, Lautsprecher und einem
umfangreichen Softwarepaket. Bereits 20.000 gebrauchte
Computer wurden in den letzten Jahren in 28 U.S. Bundesstaaten
verkauft.
Um dem Bedarf an Second-Hand-Geräten nachzukommen, bildet Per
Scholas seit kurzem auch Computertechniker aus. Eine echte
Karrierechance für junge Menschen, die sonst weder die Chance
auf Ausbildung noch zum Erwerb eines Computers gehabt hätten.
Querdenk-Chance
Solche Beispiele lassen uns das Herz aufgehen. Zeigen Sie
doch, dass sich gute Taten und gesunder Geschäftssinn durchaus
miteinander verbinden lassen.
Aber in diesem Beispiel steckt aus unser Sicht noch ein sehr
wichtiger zweiter Aspekt und eine existenzielle Frage: Wer
sind unsere Kunden? Eine Frage übrigens, die man sich
regelmäßig stellen sollte.
Wichtig dabei: Es muss sich dabei nicht zwangsläufig um die
Kunden handeln, die Sie und Ihre Wettbewerber bereits seit 20
Jahren beackern. Clevere Business-Querdenker wie Per Scholas
gehen auf ganz neue Zielgruppen zu. In diesem Fall: Kunden,
die im Prinzip gar nicht genug Geld für den Kauf der Produkte
haben. Und wenn man damit, wie das obige Beispiel zeigt, auch
noch etwas Gutes tun kann – umso besser!
Quellen
und weiterführende Informationen
>Homepage Per Scholas
>Mehr Beispiele zu "Customer-Discovery"
>Weitere Beispiele und
Querdenkansätze in "Different Thinking"


Was auch
immer wir tun: Erfolg haben wir dann, wenn wir einmalig sind.
Denn wer will schon die Kopie der Kopie? Ein cleverer Weg, um
diese Einmaligkeit zu erreichen, sind Service-Angebote, mit
denen man eine Monopolstellung im Markt schafft (mehr).
Querdenk-Praxis:
Malerdeck
Zwei
Dinge fallen auf bei Werner Deck, einem Malermeister aus der
Nähe von Karlsruhe: Fast 70% seiner Kunden sind über 60 Jahre
alt und er erzielt traumhafte Zufriedenheitsraten: Fast 97%
seiner Kunden sind mit Qualität und Service des Unternehmens
zufrieden.
Bevor Sie jetzt stöhnen "was heißt schon zufrieden – man muss
Kunden begeistern…" lesen Sie weiter.
Malerdeck fokussiert auf die 55+Generation und bietet dieser
kaufkräftigen Zielgruppe einen bemerkenswerten Rundum-Service:
Putzen und saugen: Das Unternehmen räumt ein und aus,
putzt und saugt. Kunden müssen sich um nichts kümmern.
Garantien: Die Fertigstellung der Arbeiten wird zum
vereinbarten Termin und zum Festpreis garantiert. Daneben gibt
es noch die Sauberkeitsgarantie, die Kompetenzgarantie und die
Langfristgarantie.
Einladung
zum Essen: Während der Renovierungszeit brauchen Kunden
nichts zu kochen. Ein täglicher Restaurantbesuch ist im Preis inkludiert.
Urlaubsservice: Auf Wunsch werden Renovierungsarbeiten
erledigt, während der Kunde im Urlaub ist.
Der Grundsatz bei malerdeck lautet: "Für die Kunden
außergewöhnlich angenehm auffallend anders als alle anderen zu
sein!"
Querdenk-Chance
Mittelmaß gewinnt
nie! Um Erfolg zu haben, müssen wir aufhören, mittelmäßige
Angebote zu mittelmäßigen Preisen mit mittelmäßigem Service zu
offerieren. Das führt im besten Fall zu mittelmäßigen
Ergebnissen!
Malerdeck zeigt, dass die Zukunft jenen gehört, die fokussiert
und mit herausragenden Angeboten eine Monopolstellung im Markt
schaffen. Denn nur so gibt es ein Entrinnen aus dem Wettbewerb
der Gleichheit, in dem nur der niedrigere Preis den
Unterschied macht.
Quellen
und weiterführende Informationen
>Homepage von malerdeck
>Weitere Beispiele und
Querdenkansätze in "Different Thinking"


Fast jedes Geschäftskonzept, das regional oder landesweit
erfolgreich ist, kann auch grenzüberschreitend in anderen
Ländern der entwickelten Welt erfolgreich sein. Business
Querdenker stellen geographische Branchengrenzen in Frage und
stellen ihr Unternehmenskonzept auf eine nationale oder gar
internationale Basis
(mehr).
Querdenk-Praxis:
CandyFavorites.com
"Seit 1972 folgen wir einer Vision, aber sie änderte sich
jeden Tag ein kleines bisschen." Jon Prince ist Eigentümer des
weltweit größten Online-Versandhauses für Süßigkeiten:
CandyFavorites.com

Das 1972 gegründete Unternehmen startete als kleiner
Süßwarenladen namens "McKeesport Candy Co." in Pennsylvania.
Seitdem hat man ein rasantes Expansionstempo verfolgt, blieb
dabei aber immer seinem Kern, den Süßwaren, treu.
Das Erfolgsrezept ist einfach, aber nachhaltig:
Langfristig denken: Man konzentriert sich auf seine
Kernkompetenz und bietet ausgezeichneten Kundenservice. Prince
erinnert sich, einen verzweifelten Kunden eine halbe Stunde in
Sachen M&Ms beraten zu haben. "Candy ist was wir ausliefern –
Service was wir verkaufen." Wow!
Hohe Ziele setzen: Im Jahr 2003 beschloss Prince, den
größten Süßwaren-Online-Vertrieb der Welt zu starten. Zwei
Jahre später ist das Ziel erreicht.
Einfach und simple bleiben: "Süßigkeiten sind eine
einfache Freude." Prince bestand darauf, dass selbst ungeübte
Internetnutzer wie seine Mutter fähig sind, auf der
Homepage schnell und einfach die gesuchten Produkte zu finden.
Der Erfolg gibt dem Familienunternehmen Recht!
Querdenk-Chance
Während
Süßwarengeschäfte bestenfalls national operieren, wie z.B. die Gummibärpioniere Bear’s & Friends, zeigt das Beispiel
CandyFavorites, dass man mit dem Maxi-Size-It-Ansatz und
einem klarem Focus die Welt erobern kann.
Fast jedes Geschäftskonzept, das in einem entwickelten Land
erfolgreich ist, wird auch in einem anderen, vergleichbaren
Land funktionieren. Denken Sie nach: Wie können Sie Ihr
Geschäftskonzept über lokale, regionale und nationale Grenzen
hinweg ausdehnen und selbstauferlegte Grenzen in Frage
stellen?
Quellen und weiterführende
Informationen
>Homepage von Candyfavorites
>Mehr Beispiele zu "Maxi-Size-It"
>Weitere Beispiele und
Querdenkansätze in "Different Thinking"




Die Business-Querdenker und Financial Times
Bestsellerautoren
Anja
Förster und
Dr.
Peter Kreuz gehören zu einer neuen Generation von Wirtschaftsvordenkern:
Leidenschaftlich unkonventionell kämpfen sie für die Befreiung aus
Denkschablonen, das Ablegen von Scheuklappen und das Verlassen ausgetretener
Pfade.
   
    
Ihr Labor für Business Querdenken ist die
weltweit einzige Organisation, die auf allen fünf Kontinenten nach
unkonventionellen und erfolgreichen Geschäftskonzepten forscht und nach den
Menschen, die dahinter stehen.
Zu ihren Kunden zählen die Führungsetagen von Bayer, BMW, SAP, Siemens und
weiterer namhafter Unternehmen.
Wenn Sie Förster & Kreuz buchen möchten, kontaktieren Sie Petra Steurer:
Tel. +41 (0)71 7446522;

Mehr Infos gibt's hier:
>Förster & Kreuz: In
Vorträgen
>Förster & Kreuz: In
Büchern
>Förster & Kreuz: In
Person
>Querdenk-Labor
>Querdenk-Cast
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Redaktion
Anja Förster, Moritz Jäger, Peter Kreuz
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