Business-Backstage-Report von Förster & Kreuz

Jeden Monat knapp 20.000 Leser und jeden Monat erfolgreiche Querdenkideen und Konzepte, mit denen Sie systematisch neue Märkte erobern und Ihren Wettbewerb ausmanövrieren können.

Ausgabe 48
Dezember 2005



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"Manager haben zu wenig Zeit und verschwenden zu viel davon auf Sitzungen, Tagungen und Kongressen.
Die Versuchung, sich nicht um das wirklich Wichtige zu kümmern und doch geschäftig zu sein, trägt gern das Gewand der Verpflichtung". Dieser kluge Satz stammt aus dem großartigen neuen Buch von Herbert Henzler, das wir Ihnen weiter unten vorstellen.

Warum uns dieser Satz so gut gefallen hat? Weil uns dieses Phänomen schon tausendmal begegnet ist – in unseren Workshops, Vorträgen und Gesprächen mit Führungskräften. Da wird einen Tag lang darüber diskutiert, wie man Erfolg und Marktführerschaft abseits der ausgetretenen Pfade des Wettbewerbs erschließen kann… und dann kommt es: "Ich würde ja gern die Ärmel aufkrempeln und diese guten Ideen umsetzen …ABER, wenn Sie wüssten, wie mich das Tagesgeschäft auffrisst. Ich habe einfach keine Zeit."

Und schon ist es wieder passiert: das Dringende bekommt Vorrang vor dem Wichtigen. Aber was nutzt die größte operative Hektik, wenn wir dabei das eigentliche Ziel aus den Augen verlieren? Wie sagt Mark Twain so passend: "Als wir das Ziel aus den Augen verloren, verdoppelten wir unsere Anstrengungen."

Also: Innehalten, reflektieren und dann erst loslaufen. Dieser Beratungsletter ist als praktikable Handlungsanleitung zur Reflexion gedacht. Suchen Sie sich aus den Beiträgen die Ideen heraus, die für Sie den größten Nutzen haben. Spielen Sie die Querdenk-Strategien innerlich durch und experimentieren Sie damit in Ihrem Unternehmen. Betrachten Sie die Ideen als Puzzleteile, mit denen Sie nach Belieben herumspielen können. Viel Spaß dabei!


Anja Förster & Peter Kreuz









Sich mit dem Status Quo zufrieden geben? Niemals! Das gilt auch für die Frage: Wer sind eigentlich unsere Kunden? Richten Sie dabei den Blick über die existierende Nachfrage hinaus. Eine riesige neue Zielgruppe wartet darauf, von Ihnen erschlossen zu werden: Kunden, die bisher gar nicht die Produkte oder Dienstleistungen Ihrer Branche gekauft haben! (mehr)


Querdenk-Praxis: P'Eau von Staatl. Fachingen

An was denken Sie bei "Staatl. Fachingen"? Die Heilwasserquelle, die bereits seit 1742 existiert, weckt Assoziationen an eine Zielgruppe, für die Pfarrer Kneipp, Trinkkuren und Stützstrümpfe Ausdruck des Lebensgefühls sind. Das war einmal so – doch nun geht man neue Wege & erschließt nebenbei gänzlich neue Zielgruppen.

Ein paar Fakten zur Ausgangslage: Den meisten der über 200 deutschen Mineralbrunnen steht finanziell das Wasser bis zum Hals. Der Markt gilt als einer der schwierigsten, weil stark zersplittert. Nur wenige (Familien-) Betriebe haben es zu einem bundesweiten Vertrieb gebracht, wie etwa Gerolsteiner oder Adelholzener (von den französischen Erfolgsmarken Vittel oder Volvic mal abgesehen). Mit ungewöhnlichen Geschmacksrichtungen wie "Birne-Kräuter" versucht man, ein wenig Wind in die müden Geschäfte zu bringen - aber der Weg zu echtem Wachstum ist das nicht!

Staatl. Fachingen steckte als "Heilquelle" in einem Dilemma: Die eigene Zielgruppe reagiert kaum auf die vorgenannten Innovatiönchen ("Birne-Kräuter"). Fachingen sah sich also nach neuen Zielgruppen um und entwickelte dafür ein neues Produktangebot: Das Mineralwasser als Kosmetik-Spray für gestresste Haut: P’EAU - L’Eau pour la peau.

  

Fachingen verspricht "Frische auf Knopfdruck", wenn sich der "feine Wassernebel auf die Haut legt, Make-up-schonend und -auffrischend". Damit wendet man sich an die wachsende Zahl beautybewusster Käufer – eine bis dato für Fachingen unerschlossene Zielgruppe, und dazu noch eine spendable!

Querdenk-Chance

Vom Heilwasser zum trendigen Pflegeprodukt. Das Rezept: Mut zur Entwicklung eines Produktes, das es so in der Mineralbrunnenbranche noch nicht gegeben hat. Der Preis des Kosmetik-Sprays, der bislang exklusiv in Douglas Parfümerien oder Online erhältlich ist, beträgt stolze 2,50 Euro für den 50ml Flakon. Customer-Discovery macht’s möglich!

Quellen und weiterführende Informationen
>Staatl. Fachingen Homepage
>Mehr Beispiele zu "Customer-Discovery"
>Weitere Beispiele in unserem Bestseller "Different Thinking!"







Preis-DNA - Sich von der Abwärts-Preisspirale abkoppeln. Der Wettbewerb wird immer härter, Verfolger kopieren gnadenlos jede gute Idee. Kann in einem solchen Umfeld nur der gewinnen, der den niedrigsten Preis bietet? Nein! Den billigsten Schrott zum geizgeilen Preis? Nochmals nein! Erfolgreiche Business-Querdenker gehen einen anderen Weg: Sie hinterfragen branchenübliche Preismodelle und erfinden sie ganz neu (mehr).

Querdenk-Praxis: e.l.f. Cosmetics

"Dass Sonnencremes von Discountern in Tests regelmäßig genauso gut oder sogar besser abschneiden als die (vermeintlich) hochwertigeren Luxusmarken, ist bemerkenswert. Gute Pflege, so scheint es, muss nicht teuer sein.



Zwei Jungunternehmer aus Amerika gingen noch einen Schritt weiter: Sie verkaufen Kosmetika für nur 1 Dollar pro Stück – jeder Artikel, egal ob Lippenstift, Mascara oder Augenbrauenstift. Und sie versetzen mit diesem neuen Preismodell die gesamte Branche in Aufruhr.

Der erst 23-jährige Mitbegründer von "e.l.f. Cosmetics", Joey Shamah, vertritt eine interessante Philosophie: "Jede Frau sollte die Möglichkeit haben, von innovativen Produkten zu profitieren, ohne ihr Budget dafür ruinieren zu müssen."




Mit "Geiz ist geil" hat das wenig zu tun. Der Auftritt von e.l.f. macht angefangen von der Verpackung bis hin zur Website einen hochwertigen Eindruck und sorgt damit sogar in Frauenmagazinen weltweit für Aufsehen - kostenlose PR von unbezahlbarem Wert inklusive! Und noch etwas: Nur natürliche Inhaltsstoffe kommen in die Tube und das Glas und natürlich sind die Produkte frei von Tierversuchen – the Body Shop lässt grüssen.

Querdenk-Chance

Nur ein paar Prozent billiger zu sein als die Konkurrenz fordert keine radikale Innovation! Richtig große Sprünge machen Sie nur, wenn Sie sich die folgenden Fragen stellen: Was würde passieren, wenn ich den Preis meiner Produkte radikal senke (z.B. auf 1 Dollar so wie im Beispiel von e.l.f.) oder radikal erhöhe (z.B. 60 Dollar für eine Klobürste zu verlangen, so wie Alessi es tut).

Dieses radikale Infragestellen des branchenüblichen Preismodells macht den Raum frei für wirklich bahnbrechende neue Ideen - die
Preis-DNA. Und im Fall von e.l.f. Cosmetics bleiben sogar 20 Prozent der Einnahmen für wohltätige Zwecke übrig: Hurricane Opfer, Rotes Kreuz und vor allem Krebsforschung. Bei 7 bis 10 Mio. USD Umsatz ist das nicht wenig.


Quellen und weiterführende Informationen
>Homepage e.l.f. Cosmetics
>Mehr Beispiele zu "Preis-DNA"
>Weitere Beispiele in unserem Bestseller "Different Thinking"



Tourkalender von Anja Förster & Peter Kreuz





Produkt-DNA - Produkte neu erfinden! Erfolgreiche Business-Querdenker folgen einem einfachen und praktikablen Erfolgsrezept: Produktkonzepte werden schonungslos hinterfragt. Das Vorgehen: Branchen-Scheuklappen ablegen und ungeschriebene Gesetze hinterfragen. Das Ergebnis: vollkommen neue Spielräume für innovative Leistungsangebote (mehr).


Querdenk-Praxis: simPC

Innovation bei Computern bedeutet mehr Bits & Bytes, mehr Speicher, mehr Rechenleistung... Aber es funktioniert auch genau andersherum: Die Grundlage des Erfolgs kann auch in der Reduktion auf das Wesentliche liegen – wie die beiden folgenden Beispiele aus der Computerbranche zeigen:

Das erste Beispiel: der „simPC“. Er soll mit seiner simplen Aufmachung speziell ein älteres Publikum ansprechen, das bis dato noch keine Erfahrung im Umgang mit Computern hat. Die Lösung der holländischen Firma SIM: ein Computer, der kaum größer als eine Videokassette ist und mit dem der Nutzer hauptsächlich schreiben und im Internet surfen kann.



Im Preis von 299 Euro ist bereits das Wichtigste dabei: man kann mit dem simPC E-Mails versenden, online banken, Dokumente ausdrucken und mittels simPhone per Internet telefonieren. Die Vorteile sind klar: Der Rechner ist narrensicher und einfach zu bedienen – und das auch ohne umfangreiche Computerkenntnisse.

Querdenk-Praxis: 100-Dollar-Laptop

Eine andere Innovation hat vor wenigen Tagen Kofi Annan tief beeindruckt: ein 100-Dollar-Laptop für die dritte Welt. Ein ambitioniertes Projekt des renommierten Massachusetts Institute of Technology (MIT) versucht, die "digitale Kluft" zwischen dritter und erster Welt zu überbrücken.

Der berühmte Entwickler und Vordenker auf diesem Gebiet, Nicholas Negroponte, hat dafür eine Non Profit Organisation gegründet: "OLPC - One Laptop Per Child". Ziel ist es, Schulklassen in armen Ländern Zugang zum Computer zu ermöglichen.



Da in der Ländern das dritten Welt die Stromversorgung nicht immer sehr stabil ist, kann der vom MIT entwickelte Laptop notfalls auch ohne Strom mit einer Handkurbel betrieben werden. Das Gerät hat kaum Speicherplatz, keine Laufwerke, dafür aber WLan, um im Internet zu surfen.

Der 100-Dollar-Laptop soll ausschließlich über Hilfsorganisationen verteilt werden. Obwohl das Projekt für einen guten Zweck ist, hat der gesunde Geschäftssinn dennoch seinen Platz: Denn die Jugendlichen der dritten Welt, so hofft die spendenwillige Industrie, sind die Kunden von (über-) morgen. Und auch Negroponte überlegt bereits, ob nicht eine "etwas teurere" Version auf dem heimischen Markt erfolgreich sein könnte...

Querdenk-Chance

Worauf warten Sie? Legen Sie Ihre Scheuklappen ab und fragen Sie sich jeden Tag aufs Neue, wie Sie IHRE vorhandenen Produktkonzepte nachhaltig verändern können. Das ist Produkt-DNA!

Ein kleiner Tipp: Denken Sie nicht nur daran, was Sie bei Ihrem Produkt oder Service noch HINZUFÜGEN, sondern daran, was Sie WEGLASSEN könnten.


Quellen und weiterführende Informationen
>Homepage von simPC
>Homepage MIT Media Lab: $100 Laptop
>Wikipedia zum $100 Laptop
>Mehr Beispiele zu "Produkt-DNA"
>Weitere Beispiele und Querdenkansätze in "Different Thinking"




Vorträge von Anja Förster & Peter Kreuz





Heizender BH für frierende Japanerinnen

Der Schweizer Wäschehersteller Triumph International präsentierte der Öffentlichkeit in Tokio den ersten beheizbaren BH, mit dem Frauen sich für den kalten Winter rüsten können.

Das wärmende Dessous verfügt über gut gepolsterte Kissen, die mit einem wieder verwendbaren Gel zu füllen und in der Mikrowelle oder im Wasserbad zu erwärmen sind.



Das kuschelig warme Wäschestück passt laut Triumph zu der Kampagne "Warm Biz", mit der die Japaner angehalten werden sollen, wärmere Kleidung zu tragen, um Heizenergie zu sparen. So soll das gute Stück nicht nur modischen Schick ins Büro bringen, sondern dank seiner umweltfreundlichen Konzeption auch einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Na denn…











Die Business-Querdenker und Financial Times Bestsellerautoren Anja Förster und Dr. Peter Kreuz gehören zu einer neuen Generation von Wirtschaftsvordenkern: Leidenschaftlich unkonventionell kämpfen sie für die Befreiung aus Denkschablonen, das Ablegen von Scheuklappen und das Verlassen ausgetretener Pfade.

            
     

Ihr Labor für Business Querdenken ist die weltweit einzige Organisation, die auf allen fünf Kontinenten nach unkonventionellen und erfolgreichen Geschäftskonzepten forscht und nach den Menschen, die dahinter stehen.

Zu ihren Kunden zählen die Führungsetagen von Bayer, BMW, SAP, Siemens und weiterer namhafter Unternehmen.

Wenn Sie Förster & Kreuz buchen möchten, kontaktieren Sie Petra Steurer:
Tel. +41 (0)71 7446522;


Mehr Infos gibt's hier:
>Förster & Kreuz: In Vorträgen
        >Förster & Kreuz: In Büchern
>Förster & Kreuz: In Person          
 >Querdenk-Labor
>Querdenk-Cast

 


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Verantwortlich für den Inhalt: FÖRSTER & KREUZ GmbH
Geschäftsführer: Anja Förster, Dr. Peter Kreuz
Sitz: Heidelberg; Amtsgericht Mannheim: HRB 704510


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Redaktion
Anja Förster, Moritz Jäger, Peter Kreuz
 

 
 Copyright © ANJA FÖRSTER & DR. PETER KREUZ