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Ausgabe 84
Januar 2009



Die Welt von
Förster & Kreuz

Welt von Förster und Kreuz

SPUREN
STATT STAUB

Spuren statt Staub
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"Für alle, die Inspiration suchen, etwas bewegen wollen und den Mut haben, auch mal Neues zu wagen."
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"Wenn ich mal groß bin, will ich Astronaut werden", sagt der Sohn zum Papa. "Klar, Junge, du wirst Astronaut. Oder Höhlenforscher. Vielleicht auch Versicherungsvertreter. Oder Sachbearbeiter. Wird sich schon noch zeigen."

Als wir während unserer Winterpause das Technik Museum Speyer besucht haben, staunten wir nicht schlecht: Wir entdeckten einen Brief, den ein
11-Jähriger im Jahr 1969 an den "Mann auf dem Mond" Neil Armstrong geschrieben hatte. "Wenn ich erwachsen bin, möchte ich auch einmal so ein Astronaut wie Sie werden", heißt es darin.

Der Absender ist heute nicht Versicherungsvertreter, sondern Vorstand des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Es ist Thomas Reiter, der gleich zwei Mal ins All geflogen ist, 1995 und 2006. Er hat das hohe Ziel, das verrückte Ziel, das er sich als 11-Jähriger gesetzt hat, konsequent verfolgt. Und tatsächlich erreicht. Ist das nicht stark?

Und der Rest von uns? Warum haben sich Anfang des Jahres wieder so viele Leute so laue Ziele gesetzt? Nicht mehr so viel essen und a bissle mehr Sport machen – na super. Warum setzen wir uns stattdessen nicht die höchsten Ziele, die wir überhaupt anstreben können? Warum nehmen wir uns nicht fest vor, dass 2009 das coolste, interessanteste und beste Jahr unseres Lebens werden soll?

Wir jedenfalls tun das. "Unsere Überzeugungen bestimmen die Obergrenze des Möglichen", haben wir in unserem Manifest geschrieben.
Ist unser Ernst, Hand drauf. Also, sind Sie mit dabei?

Ein spaciges Jahr 2009 wünschen Ihnen

Anja Förster und Peter Kreuz

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Screening Room: Dubai

Ende letzten Jahres haben wir eine Innovations-Session in den Vereinigten Arabischen Emiraten durchgeführt und dabei einen Blick hinter die Kulissen des Lebens und Arbeitens in Dubai geworfen.
Im Video, das wir am Burj Dubai, dem höchsten Gebäude der Welt, gedreht haben, lernen Sie zwei interessante Gesprächspartner kennen: Gautam Goenka, ein in Dubai aufgewachsener Inder, der für Shell das Employer Branding Program Middle East betreut und Anne-Susann Becker, eine Deutsche, die Herausgeberin und Chefredakteurin eines Business Magazins in Dubai ist.

Hier geht's zum Video...

 

 

Backstage: Intel Health Guide

"Na, wieder bei iTunes? Ich dachte du arbeitest ...".

"Tu ich doch. Lade mir gerade für unseren Flug morgen einen super-interessanten Podcast der Business-Week herunter…"

Solche oder ähnliche Sätze hören Sie bei uns öfter. Denn wir finden iTunes wirklich klasse. Unsere Überzeugung bis dato: So etwas macht Apple so schnell keiner nach.


Quelle: www.intel.com

Falsch: Intel rollt gerade die Gesundheitsbranche auf wie damals Apple die Musikindustrie. Der weltgrößte Chiphersteller entwickelt derzeit einen integrierten Gesundheitsdienst, mit dem Patienten zu Hause fortlaufend ihren Gesundheitszustand kontrollieren und interaktiv mit ihrem Arzt kommunizieren können.

Ärzte zum Beispiel können sich per Videokamera jederzeit ein Bild von ihren chronisch kranken Patienten machen. Eine ganze Reihe von teilweise kabellosen Messgeräten gehören ebenso dazu wie eine Internetplattform. Das ganze heißt "Intel Health Guide" und könnte ein Milliardengeschäft werden.


Quelle: www.intel.com

Dieses Beispiel finden wir gleich aus mehreren Gründen gut:

Erstens ist der "Intel Health Guide" ein perfektes Beispiel für eine "Synthese", wie wir sie in unserem letzten Buch beschrieben haben: Ähnlich wie Apple, die mit iPod und iTunes eine clevere Gesamtlösung kreiert haben, entwickelt Intel ebenfalls eine Komplettlösung bestehend aus Hardware, Software, Services und Marketing.

Außerdem gefällt uns an diesem Beispiel, dass es sich hier um kein Start-up, sondern um ein etabliertes Unternehmen handelt, das sich nach fast 40 Jahren neu erfindet. Das nennen wir wirklich "out-of-the-box"!

Und drittens finden wir es mutig, mitten in der Krise in einen komplett neuen Markt zu gehen. Craig Barrett, der CEO von Intel, hat dazu gesagt:
"Wir werden uns aus dieser Rezession hinausinvestieren und nicht hinaussparen."

Klare Ansage. Da könnten sich so manche Zögerer und Zauderer eine Scheibe abschneiden ;-)

Inhaltsstoffe

In unserem Business Space Center haben wir folgende Inhaltsstoffe des "Intel Health Guide" ermittelt:
70% Out-of-the-Box
20% Spurmacher
10% Value-Innovation

LINKTIPPS

» Intel Homepage
» Pdf zum Health Guide
» Video: Mariah Scott von Intel stellt den "Health Guide" vor
» Artikel: Intel rolls health care system and service von Rick Merritt

 

Geschenkt!

Kennen Sie unser Büchlein "99 Zitate für Business Querdenker"?
Wir schenken es Ihnen: Zum selber Lesen und zum Verschenken an Freunde, Kollegen, Chefs, Mitarbeiter, Kunden...

Senden Sie uns ein kurzes Mail an mit Ihren Kontaktdaten und der Angabe, wie viele Zitatebüchlein Sie gerne hätten.
Ob 10 oder 210 Exemplare, wir schicken sie Ihnen gerne kostenlos und unverbindlich
– solange unser Vorrat reicht.

Hier können Sie schon einen Blick in das Buch werfen und es als PDF-Version herunterladen

 

 

 

Backstage: Pixar

Immer wieder werden wir von skeptischen Zeitgenossen gefragt, wie viele Unternehmen es denn überhaupt gibt, die das umsetzen, was wir in unserem letzten Buch als "Spuren hinterlassen" bezeichnet haben. Die implizite Aussage der Berufszweifler: Alles schön und gut, was Ihr so schreibt - aber leider unrealistisch. Um so mehr freuen wir uns, wenn wir in unserem Business Space Center mal wieder eine Organisation durchleuchten konnten, die einfach vieles richtig macht. Nicht in einem Paralleluniversum, sondern im Hier und Jetzt. Zum Beispiel Pixar, das weltweit erfolgreichste Trickfilmstudio.

Pixar Animation Studios aus dem kalifornischen Emeryville steht hinter Kassenerfolgen wie Toy Story, Findet Nemo oder Ratatouille. Der Firmenname, ein Kunstwort aus "Pixel" und "Art", ist Programm: Hier treffen technische Innovation und hoher künstlerischer Anspruch aufeinander. Dabei bemisst sich der Erfolg nicht nur in acht Oscars, obwohl die natürlich auch ganz nett sind. Apple-Mitgründer Steve Jobs hatte Pixar 1986 für 10 Millionen US-Dollar gekauft und 20 Jahre später für 7,4 Milliarden Dollar an Disney verkauft. Da kann man nur sagen: Hut ab!


Quelle: www.pixar.com

Was uns an Pixar noch mehr beeindruckt als der finanzielle Erfolg, ist der "Spirit", der hier gelebt wird.

Das Unternehmen hat einige sehr spannende Grundsätze. Zum Beispiel: Jeder hat grundsätzlich die Freiheit, mit jedem anderen zu reden und seine Ideen einzubringen. Mit JEDEM. Es gibt keine Entscheidungsmonopole – die Chefs sollen in Meetings ruhig mal Überraschungen erleben. Der beste Vorschlag wird umgesetzt, egal, von wem er stammt. Dazu passt: Unaufgefordertes Feedback per E-Mail von Wem-auch-immer an Wen-auch-immer ist ausdrücklich erwünscht. Pixar hat verstanden, wie wichtig ehrliches, unverstelltes Feedback für Kreativität und Innovation ist.

Aber noch etwas anderes hat uns begeistert: Bei Pixar fürchtet man nichts so sehr, wie in die Erfolgsfalle zu tappen. Als Regisseur Brad Bird zu Pixar kam, sagten ihm Steve Jobs und seine Managerkollegen Ed Catmull und John Lasseter: "Das einzige, wovor wir Angst haben, ist Selbstgefälligkeit – das Gefühl, wir hätten schon alles drauf. Wir erwarten von dir, dass du die Dinge kräftig durcheinander wirbelst!"

Also ganz ehrlich, wir kennen nicht soooo viele erfolgreiche Unternehmen, die neue Leute bitten, die Dinge unbedingt anders zu machen als bisher. Bei Pixar betrifft diese Kultur des Immer-noch-mehr-dazu-lernens und der ständigen Veränderung nicht nur Star-Regisseure. Jeder, der neu eingestellt wird, bekommt als erstes Einblick in die Fehler, die das Unternehmen bisher gemacht hat. Die Logik: Niemand soll dem "Ehrfurchts-Syndrom", wie es bei Pixar heißt, verfallen.
 


Quelle: www.pixar.com

Unser Fazit: Pixar hinterlässt wirklich Spuren statt Staub. Hier wurde über 20 Jahre an einem betrieblichen Umfeld gearbeitet, das die besten und kreativsten Köpfe anzieht und in dem sich diese Top-Talente entfalten können. Und man scheut sich nicht davor, ungewöhnliche Menschen wie beispielsweise Brad Bird einzustellen - mit dem ausdrücklichen Auftrag, den Laden kräftig aufzumischen. Bird hat das gegenüber Journalisten einmal so beschrieben: "Ich bin in ein Unternehmen geholt worden, um ein gewisses Maß an Störungen zu verursachen. Ich wurde schon mehrfach dafür gefeuert, dass ich den regulären Betrieb störte, aber dies ist das erste Mal, dass man mich dafür eingestellt hat."

 

Inhaltsstoffe

In unserem Business Space Center haben wir folgende Inhaltsstoffe von Pixar ermittelt:
50% Querdenker
50% Spurmacher

LINKTIPPS

» Pixar Homepage
» Interview mit Brad Bird in McKinsey Quarterly
» Artikel: How To Pixar-ize Your Company von Michael Fitzgerald
» Artikel: How Pixar Builds Sustainable Creativity von Sean Silverthorne
» Video mit John Lasseter: Inside Pixar Animation Studios

 

 

 

Outtake: Affentheater

Neulich bei einem Briefing in Spanien. Der Chef des Unternehmens, Typ Antonio Banderas unter Starkstrom, versucht uns wort- und gestenreich das besondere soziale Gefüge seiner Organisation nahe zu bringen. Plötzlich springt er auf, rennt zu seinem Schrank und zieht eine Schachtel hervor. Und dann holt er lautstark kommentierend kleine Spielzeugaffen raus. Erst zwei, dann drei. Und stellt sie auf seinem Schreibtisch auf. Und noch einen. Und noch einen. Aber nicht irgendwelche, sondern Figuren aus dem Büroalltag. Schreibtisch, Chefsessel und dezente Krawatten inklusive.


Quelle: www.thinkgeek.com

"Monkey Business" heißt das Set, das Sie für das plastische Verdeutlichen von Bürohierarchien und neusten Kollegenmätzchen DRINGEND brauchen. Wenn Sie also noch ein Geburtstagsgeschenk für Ihren Chef oder einen lieben Kollegen benötigen...

LINKTIPPS

» Mehr kuriose Outtakes
» Bestellmöglichkeiten des Monkey Business Playsets

 

 

Up to date: Förster & Kreuz

Die sechswöchige Winterpause ist vorbei, unsere Batterien sind wieder aufgeladen. Unsere Reise in den Jemen war stark. Noch eindrucksvoller, als wir erwartet hätten. Einige Fotos finden Sie hier.

Ab Mitte Januar geht es wieder los. Als erstes sind wir in Stuttgart beim Kongress "Mittelstand und Innovation". Das ist auch gleich unser Tipp für alle Leser des Business Backstage Reports. Außer uns gibt es dort noch andere spannende Referenten zu erleben, wie Hans-Jörg Bullinger, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft oder Ernst Messerschmid, Physiker, ehemaliger Raumfahrer und Vorsitzender des Innovationsrates Baden-Württemberg. Die Teilnahme ist kostenlos.

Nicht kostenlos, aber ebenso lohnend und für jeden offen ist die Teilnahme am
7. Internationalen Alpensymposium in Interlaken. Bei dieser spannenden Veranstaltung werden neben Joschka Fischer, Renée Mauborgne, Hans Blix und Ulrich Tilgner auch wir einen Vortrag halten. Es sind noch Plätze frei!

Ansonsten sind wir im Januar auch noch bei Veranstaltungen in Frankfurt,
St. Gallen, Zürich, Koblenz und Düsseldorf zu erleben.
 





 

Förster & Kreuz

Förster & Kreuz sind Management-Vordenker einer neuen Generation. Leidenschaftlich, kämpferisch und erfrischend bringen sie Führungskräfte und ihre Teams dazu, sich aus Denkschablonen zu befreien, Scheuklappen abzulegen und ausgetretene Pfade zu verlassen.

Auf allen fünf Kontinenten fahnden die beiden Managementberater und Bestsellerautoren nach Unternehmen, die so unkonventionell wie erfolgreich sind. Nach Organisationen, denen sich die besten Talente und Kunden anschließen und nach Menschen, die dafür brennen, mit ihrer Arbeit einen echten Unterschied zu machen.


Zu ihren Kunden zählen die Führungsetagen von Bayer, BMW, Deutsche Bank, Gore, IBM, Mars, Porsche, Siemens und weiterer namhafter Unternehmen.

Wenn Sie Förster & Kreuz buchen möchten, kontaktieren Sie bitte ihre Agentin Petra Steurer: Telefon (Schweiz): 0041-71-7446522;

MEHR INFOs

» Förster & Kreuz: In Vorträgen
» Förster & Kreuz: In Person
» Screening-Room

» Förster & Kreuz: In Büchern
» Förster & Kreuz: Das Manifest
» Business-Space-Center

 


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