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Das geht ja mal gar nicht! Mitte Januar lesen wir ein
deutsches Wirtschaftsmagazin und meinen, im Ekel-Camp auf Dschungel-TV
gelandet zu sein. Da wird unter der Überschrift „Tipps, wie Sie sich
auf die Jobkrise vorbereiten“ allen Ernstes das SCHLEIMEN empfohlen.
Die Begründung: Schleimer seien zwar zugegebenermaßen
„etwas eklig“, doch eine Studie zweier US-Unis beweise, dass
Schmeichelei beim Chef den Job sichere.
Lassen Sie uns hier mal was richtig stellen. Erstens sind
Schleimer nicht ETWAS eklig, sondern das ALLERLETZTE. Zweitens sind
Schleimerei, Anbiederei, Duckmäusertum, Buckeln, Schönreden,
Taschetragen definitiv KEINE Erfolgsrezepte. Ebenso
wenig ist Angst ein guter Ratgeber, denn die Angst davor, was in drei
oder in sechs Monaten sein wird, verhindert, dass man jetzt gut ist.
Statt sich ängstlich zu verbiegen, gilt es gerade jetzt,
alles, außer gewöhnlich zu sein.
Drittens: Wer sagt denn, dass der Job, den Sie heute
machen, der beste ist, den Sie jemals haben werden? Statt über
die „Jobkrise“ zu stöhnen, sollten wir uns lieber fragen: Was wollen wir
morgen tun? Was wollen wir anders und besser machen als heute?
„Keiner von uns ist ein Opfer der Umstände“, steht in
unserem
Manifest. Und: „Jeder von uns hat die Wahl, seine Talente zu
entdecken und etwas daraus zu machen.“ Daran glauben wir.
Gegen Schleim gibt’s übrigens was in der Apotheke.
Unangepasste Grüße
Anja Förster und Peter Kreuz
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Backstage Talk: Malcolm
Gladwell
Wir haben Malcolm
Gladwell in Frankfurt getroffen, wo er sein neues Buch
Überflieger vorgestellt hat. Der Autor der beiden weltweiten
Bestseller
Tipping Point und
BLINK! sagt über sich selbst, dass er nie einfach nur auf der
faulen Haut liegt, da seine Arbeit ihm enorm viel Spaß macht.
Vielleicht erklärt diese Einstellung auch, warum Malcolm Gladwell an
diesem Abend zwar sehr müde aussah (er kam gerade mit mehreren
Stunden Verspätung aus Paris), aber dennoch voller Energie steckte.
Das Interview finden Sie hier...
Backstage: Vineet Nayar
Das hatten sich einige so schön ausgerechnet: Wenn die
Globalisierung schon unvermeidlich ist, dann wenigsten mit klarer
Rollenverteilung. Will heißen: Im Osten werden die langweiligen Jobs
gemacht. Im Westen finden die Innovationen statt. Im Osten wird
gelocht und geheftet und werden Anrufer vertröstet. Im Westen wird
am Schluss die Sahne abgeschöpft. Im Osten sind die fleißigen Hände
zu Hause. Im Westen wohnen die schlauen Köpfe.
Zu dumm: Dieses Modell der klaren Rollenverteilung
landet gerade auf dem Friedhof der Illusionen. Wer Beweise möchte,
braucht sich nur mit dem indischen Manager Vineet Nayar zu
unterhalten. Zugegeben, die Firma HCL, dessen CEO Vineet ist, sagte
uns bisher genauso wenig wie wahrscheinlich Ihnen. Aber als wir Ende
letzten Jahres in London ein Seminar mit Marshall Goldsmith
besuchten, machte uns der Executive Coach und Bestsellerautor auf
das indische IT-Unternehmen und dessen Chef Vineet Nayar aufmerksam.
Und was wir dann herausgefunden haben, hat uns wirklich schwer
beeindruckt!
Nayar denkt gerade über die Neuerfindung des Managements für das
21. Jahrhundert nach. Seine Überzeugung: Veränderung beginnt immer
beim Chef. Nayar hat bei HCL schon einige radikale Ideen umgesetzt,
bei denen einem schier die Spucke wegbleibt. Beispiel
Mitarbeiterbeurteilung. Ein alter Hut? Nayar hat den Spieß einfach
ungedreht: Bei HCL beurteilen die Mitarbeiter ihre Chefs. Und das
nicht nur regelmäßig, sondern auch öffentlich. So können alle
Mitarbeiter sehen, dass das Zeitmanagement des Chefs in den Augen
seiner Mitarbeiter mit 3,6 von 5 Punkten kein Ruhmesblatt ist. So was
spornt an, als erstes an sich selbst zu arbeiten.
Nayar investiert außerdem rund sieben Stunden pro Woche, um auf
einem für alle einsehbaren Online-Forum Fragen der Mitarbeiter zu
beantworten. Wissen teilen mal nicht als Absichtserklärung, sondern
als gelebte tägliche Praxis.
Eine andere Lieblingsidee des indischen Managers besteht darin,
dass jeder Mitarbeiter Beschwerden – sei es über eine ausgefallene
Klimaanlage oder über zu wenig Gehalt (!) – genauso per E-Mail
abschicken kann wie jeder externe Kunde. Die Besonderheit: Nur der
betroffene Mitarbeiter kann den Beschwerdevorgang schließen. Das macht
Druck. Nayar ist überzeugt: Mitarbeiter stehen an erster Stelle. Aber
anders als so viele andere vertritt er diese Position auch
selbstbewusst gegenüber Kunden.
Mutig, konsequent und selbstbewusst. Vineet Nayar ist ein Innovator
aus einem Land, an das in unseren Breiten nach wie vor die wenigsten denken,
wenn es um die Revolutionierung des Managements geht. Das dürfte sich bald
ändern. Längst haben wir einen globalen Markt für Innovationen. Das nächste
Führungskonzept mit weltweitem Einfluss kommt vielleicht aus Singapur. Oder
Mexiko. Oder Indien. Übrigens hat Nayar auch eine Haltung zum Thema Schleimen:
„Bei uns ist es der Manager, der versucht, bei seinen Mitarbeitern gut
angeschrieben zu sein ...“

Backstage: Shimano
Kleine Testfrage: Wissen Sie, wer der Hersteller Ihres
Fahrrads ist, mit dem Sie bald im Frühjahr wieder durch die Sonne
radeln wollen? Falls nein, dürften Sie zur Mehrheit gehören. Denn
Marken sind bei Fahrrädern eher nicht so wichtig, zumindest im
Vergleich mit Autos, Skiern oder Erfrischungsgetränken. Wenn wir
jetzt aber fragen, wer mit an Sicherheit grenzender
Wahrscheinlichkeit die Schaltung Ihres Fahrrads hergestellt hat,
denken Sie vielleicht kurz nach und sagen dann – Shimano! Na, klar.
Auch wir haben es bei unseren Fahrrädern überprüft:
Alle haben Komponenten von Shimano. Keine Überraschung bei einem
Marktanteil von über 80 Prozent. Uns hat interessiert, wie Shimano
diese Marktdurchdringung erreichen konnte und sind dabei auf ein
paar sehr aufschlussreiche Zusammenhänge gestoßen.
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Quelle:
http://cycle.shimano-eu.com/ |
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Noch vor 25 Jahren waren Teileproduzenten für Fahrräder
im Prinzip völlig austauschbar: Bremsen, Pedale, Naben, Schaltungen
stammten von Wem-auch-immer. Doch Firmengründer Shozaburo Shimano
hatte schon im Gründungsjahr 1921 erklärt: „Ich will, dass
Shimano-Produkte die besten in Japan und schließlich die besten auf
der ganzen Welt sind.“ Der Durchbruch gelang
Jahrzehnte später durch die Erfindung des Komponentensystems. Und
darin liegt gleichzeitig der Schlüssel zum Quasi-Monopol.
Die fein abgestimmten Baugruppen brachten zunächst eine
nie gekannte technische Perfektion mit sich. Nichts knirschte und
knarzte mehr, da alles aus einer Hand kam. Gleichzeitig konnten fremde
Teile auch nicht mehr ohne weiteres eingefügt werden. Damit war
eine echte Marktzutrittsbarriere errichtet. Wer Shimano heute noch die
Stirn bieten will, muss ebenfalls Komponenten anbieten, was eigentlich
nur dem italienischen Hersteller Campagnolo einigermaßen überzeugend
gelingt.
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Quelle:
http://cycle.shimano-eu.com |
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Die Lehre hieraus:
Hersteller austauschbarer Einzelteile haben ebenso wenig eine Zukunft wie
austauschbare Manager in den Chefetagen. Wer aber über den Weg der Synthese
unterschiedliche Zutaten bündelt und daraus ein unvergleichliches Angebot macht,
kann neue Märkte kreieren, erobern und beherrschen.

Outtake: Need-a-problem
Finanzkrise, Nahostkrise, Formkrise bei Lukas Podolski,
Ehekrise bei Jennifer Lopez und Marc Anthony – hat die Welt
eigentlich nicht Probleme genug?
Nö. Der Beweis: www.needaproblem.com. Hier können Sie Probleme
kaufen. Ja richtig, Sie kaufen sich das Problem – und nicht etwa die
Lösung. Denn das wäre ja langweilig.
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Quelle:
www.needaproblem.com |
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„Triviale“ und „einfache Probleme“ schlagen mit einem
bzw. fünf Euro zu Buche. Ein „normales“ Problem kostet immerhin schon
50 Euro und wer für 500 Euro ein „schwieriges“ Problem gelöst hat,
kann gerne auch noch 5000 Euro für ein „fast unlösbares“ Problem
hinblättern. Endlich mal einen echte Herausforderung! Dafür sollte
er/sie vorsichtshalber schon mal die Koffer packen, um ans andere Ende
der Welt zu reisen. Preiswertere Probleme zu lösen, kann hingegen
bedeuten, mit irgendeiner S-Bahn bis zur Endhaltestelle zu fahren und
dort zu Abend zu essen. Probieren Sie’s einfach mal aus. Dieses
Problem bekommen Sie jetzt schon mal kostenlos von uns. Es ist gar nicht so
einfach.
Es ist schon verrückt! Die einen jammern, dass ihre
Probleme über ihnen zusammenschlagen und die anderen können
offensichtlich nicht genug davon bekommen. Und wieder zeigt sich: Die
Möglichkeiten, Geld zu verdienen, sind schier unbegrenzt.

Up to date: Förster & Kreuz
Was haben wir im Januar erlebt? Beim Alpensymposium hatten wir
Gelegenheit, mit Hans Blix
zu sprechen. Das Interview mit dem schwedischen Diplomaten und Vorkämpfer für
Abrüstung lesen Sie in einer der nächsten Ausgaben des Business Backstage
Reports. Ebenso werden wir in Kürze ein Interview mit
Renée
Mauborgne veröffentlichen, das wir mit ihr in Interlaken geführt haben.
Mauborgne ist Professorin für Strategie an der INSEAD und Co-Autorin des
Bestseller-Buchs "Der Blaue Ozean als Strategie".
Außerdem gibt es bald ein Video von unserem Besuch bei Dr. Gerd
Wolfram, CEO der MGI Metro Group, der uns spannende Einsichten in den
Metro Future Store
gewährt hat.
In Paris haben wir in der vergangenen Woche
Andreas Niedrig
getroffen, einen Triathleten, der vor seiner sportlichen Karriere im Drogenmillieu
versunken war und jahrelang mit seiner Heroinsucht kämpfte. Heute ist der
Leistungssportler in die Spitzenklasse der internationalen Triathleten
aufgestiegen. Ein wahrlich bewegtes Leben. Unser Interview mit ihm können Sie
ebenfalls bald hier lesen.
Live und in Farbe können Sie uns in den kommenden Wochen beim
Marketing-Club Rhein-Neckar in Mannheim, beim
Schweizerischen Marketing-Tag in Luzern und beim
Bildungsforum 2009 in Wien sehen. Wir freuen uns, Sie zu treffen!
Und noch eine Nachricht für alle, die ihre Zitatebüchlein noch nicht erhalten
haben: Sie kommen! Wir sind von der riesigen Nachfrage überrascht worden und
lassen gerade zum 3. Mal nachdrucken. Anfang nächster Woche gehen die restlichen
Sendungen auf den Weg.



Förster & Kreuz
Förster & Kreuz sind Management-Vordenker einer neuen Generation.
Leidenschaftlich, kämpferisch und erfrischend bringen sie Führungskräfte und ihre Teams dazu, sich aus Denkschablonen zu befreien, Scheuklappen abzulegen und ausgetretene Pfade zu verlassen.
Auf allen fünf Kontinenten fahnden die beiden Managementberater und Bestsellerautoren nach Unternehmen, die so unkonventionell wie erfolgreich sind. Nach Organisationen, denen sich die besten Talente und Kunden anschließen und nach Menschen, die dafür brennen, mit ihrer Arbeit einen echten Unterschied zu machen.

Zu ihren Kunden zählen die Führungsetagen von Bayer, BMW, Deutsche Bank, Gore, IBM, Mars, Porsche, Siemens und weiterer namhafter Unternehmen.
Wenn Sie Förster & Kreuz buchen möchten, kontaktieren Sie bitte ihre Agentin Petra Steurer:
Telefon (Schweiz): 0041-71-7446522; 
Sie können Ihr Abonnement selbst konfigurieren ...
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Anja Förster; Sitz: Heidelberg; Amtsgericht Mannheim: HRB 704510
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